Parodontitis und Ernährung

Oktober 10, 2024
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So gut wie jeder weiß heute, dass zwischen einem gesunden Körper und einer gesunden Ernährung ein Zusammenhang besteht: Schon Hippokrates sagte: „Die Nahrung soll eure Medizin sein!“. In diesem Zusammenhang zeigt auch die neueste Forschung, dass die meisten chronischen Erkrankungen eine Ursache in jahrelanger Fehlernährung und damit einhergehender mikrobieller Fehlbesiedelung des Körpers haben.

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf Parodontitis?

Parodontitis ist eine multifaktorielle Erkrankung, einer der Hauptverursacher ist aber der pathogene bakterielle Zahnbelag, der sich am Übergang von Zahn zu Zahnfleisch anlagert. Deshalb spielt die korrekte und konsequente Zahnreinigung hier präventiv, aber auch im Akutfall eine große Rolle. Es ist wissenschaftlich gesichert, dass vor allem durch ungesunde, stark zuckerhaltige Ernährung ein Milieu im Mund erzeugt wird, das den pathogenen Bakterien, vor allem an solchen gut geschützten Plätzen, eine optimale Ernährung bietet. Darüber hinaus hat unsere Ernährungsweise großen Einfluss auf unser Immunsystem und kann auch dieses negativ beeinflussen.

Die Bedeutung des Darms für das Immunsystem und die Mundgesundheit

Der Darm ist unsere „Immunzentrale“ – 70 % aller antikörperproduzierenden Immunzellen befinden sich im Darm. Ein gesunder Darm bedeutet also ein gesundes Immunsystem und folglich auch ein gesundes Mundmilieu. Denn Darm und Mund bilden eine ökologisch funktionelle Einheit. Beide entscheiden, ob sich Entzündungen im Körper festsetzen können oder nicht.  

 
Es ist allgemein bekannt, dass einfache Kohlenhydrate wie Weißmehle oder Zucker sowie Transfette schädlich sind. Sie steigern die Entzündungsrate im Körper. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Omega-3-Fettsäuren dagegen können die Entzündungsrate senken. Bei chronischen Entzündungsprozessen benötigt der Körper also mehr von diesen Mikronährstoffen. Nur so kann das Immunsystem seine Arbeit im Kampf gegen Bakterien voll leisten. Hier spielen vor allem Vitamin C, Zink, Selen, Vitamin D3, Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10 die Hauptrollen. 

In Studien wurde festgestellt: 

  • Hoher Zuckerkonsum führt zu mehr Entzündungen rund um den Zahn 
  • Mehr Ballaststoffe (Obst, Gemüse, Nüsse etc.) führen zu weniger Entzündungen 
  • Zu wenig Vitamin C führt zu vermehrter Plaque-Ablagerung auf den Zahnoberflächen 
  • Zu wenig Vitamin D3 führt zu Osteoporose mit Kieferknochenabbau 

So ließe sich die Liste noch weiter fortsetzen. 

Fazit

Ein geringer Konsum raffinierter Kohlenhydrate und eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung kombiniert mit den oben angeführten Mikronährstoffen tragen zur Vorbeugung und Therapie einer Parodontitis bei.

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