Mikrobiom: Gesunder Darm – starke Abwehr

Oktober 3, 2024
digital art human organs illustration

Ob unser Darm gesund ist, hängt sehr stark von unserer Lebensweise ab. Ausreichend Bewegung, viel Flüssigkeitszufuhr, ballaststoffhaltige und gesunde Ernährung sowie die Vermeidung unnötiger Medikamente unterstützen den Darm bei seiner Arbeit.

Oftmals ist es aber gerade unsere Lebensweise, die unser Verdauungssystem überlastet. Wir essen zu große Mengen, zu viele schwer verdauliche Lebensmittel und wir essen meist zu schnell. Darüber hinaus nehmen wir zu viele Stoffe zu uns, die mit der eigentlichen Ernährung nichts mehr zu tun haben (Zusatzstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Schwermetalle, Pestizide etc.). Sie dienen der Konservierung, unserer Bequemlichkeit oder gaukeln uns einen bestimmten Geschmack vor. Fertiggerichte sind in unserer schnelllebigen Zeit häufig die erste Wahl beim Essen, denn für die frische Zubereitung fehlt oft die Zeit. Darüber hinaus belasten Antibiotika und andere Medikamente unseren Darm.

Reizdarm, Verstopfung, Durchfall, Unverträglichkeiten, Neurodermitis, Blähungen, Immunschwäche, Infektneigung, Übergewicht, Allergien und Stoffwechselstörungen sind nur einige Symptome, die aus einem erkrankten Darm entstehen und mit denen unser Körper fertig werden muss.

Gerade dann ist es wichtig, im Darm wieder einen starken Schutzschild gegen schädliche Keime und Allergene aufzubauen. Dabei sind bestimmte aktive Bakterienstämme entscheidend, die in Form von Probiotika zugeführt werden können. Spezielle Präbiotika helfen dabei, nützliche Bakterien zu ernähren. Die Kombination von Pro- und Präbiotika − Synbiotika − hilft dabei, den Darm wieder mit nützlichen Bakterien zu besiedeln und schädliche Keime zu verdrängen.

Probiotische Bakterien und Präbiotika sind essenziell für die Darmgesundheit und das Immunsystem. Probiotische Bakterien sind lebende, oft milchsäureproduzierende Mikroorganismen. Sie besiedeln den Darm, fördern eine gesunde Darmflora und verdrängen schädliche Mikroorganismen durch Konkurrenz um Nährstoffe und Anhaftungsstellen sowie die Produktion antimikrobieller Substanzen.

Präbiotika sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die das Wachstum und die Aktivität probiotischer Bakterien unterstützen. Sie dienen als Nahrung für diese nützlichen Bakterien und fördern deren Vermehrung. Zu den gängigen Präbiotika gehören Ballaststoffe wie Inulin und Oligofruktose.

Die Interaktion zwischen probiotischen Bakterien, Präbiotika und dem Immunsystem ist komplex. Probiotische Bakterien modulieren das Immunsystem, indem sie die Produktion von Zytokinen beeinflussen, die Immunantworten regulieren. Sie fördern die Antikörperbildung und stärken die Barrierefunktion der Darmschleimhaut, was das Eindringen von Krankheitserregern verhindert.

Präbiotika unterstützen diese Prozesse, indem sie das Wachstum probiotischer Bakterien fördern und deren positive Effekte auf das Immunsystem verstärken. Gemeinsam tragen Präbiotika und probiotische Bakterien zur Abwehr von Infektionen und zur Aufrechterhaltung eines gesunden Immunsystems bei.

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